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Wilhelm Busch verstorben

Wie uns erst heute per Brief mitgeteilt wurde, ist unser Mitglied Dipl.-Ing. Wilhelm Busch in Csatalja/Ungarn im Alter von 74 Jahren verstorben.

Wilhelm Busch ist in Obrowatz, Vojvodina/Serbien, geboren und hat mit dem auf CD-Rom veröffentlichten “Ortssippenbuch Obrovac 1806-1956” dem Ort und seinen Bewohner ein kleines Denkmal gesetzt und die ehemals deutsche Gemeinde vor dem Vergessen bewahrt.

Während seiner 38jährigen Treue zum Arbeitskreis war der Verstorbene eine wichtige Stütze unseres Vereins. Alle, die ihn kannten, werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Wir nehmen Abschied von Wilhelm Busch in großer Dankbarkeit
und werden ihn in bester Erinnerung behalten. Unser aufrichtiges Mitgefühl gehört seiner Familie.

Ein Urgestein der Batschka-Forschung ist verstorben!

Jakob Schuy ist im Alter von 86 Jahren in Kaiserslautern verstorben. Seit 1976 war er ein immer aktives und verdientes Mitglied des AKdFF und bis 2006 langjähriger Schatzmeister. Bei der Frühjahrstagung 1987 erhielt er die höchste Auszeichnung  des AKdFF, die Goldenen Anstecknadel.
Der Verstorbene wurde in Apatin geboren. Er ist der Verfasser mehrerer Ortsfamilienbücher, die zwischen 1987 und 2010 in der Schriftenreihe zur donauschwäbi­schen Herkunftsforschung erschienen sind: Miletitsch 1786-1987, Apatin 1750-1825, Bukin 1749-1945, Batschsentiwan 1763-1827 und 1826-1944 und Hodschag 1756-1945 als Mitautor. 2008 veröffentlichte er das Familienbuch der Sippe Schuy/Schui aus dem Westerwald 1284-2008. Zahlreiche Einzelveröffentlichungen in unseren Forschungsblättern beweisen das unermüdlich Streben, die Urheimat der Kolonisten in den Batschka-Orten zu ermitteln.
Eindrucksvoll bleibt mir sein begeisterter Telefonanruf in Erinnerung, wie er von dem erfolgreichen Nachweis von Auswanderern in der Nordschweiz berichtete. Noch im vergangenen Jahr wurden seine Forschungsergebnisse zur Herkunft der Ansiedler in Futok in unseren Forschungsblättern veröffentlicht. Bei seinen Forschungsreisen nach Serbien unterstützte er bis zuletzt die dortigen Archive und Forscher. Großzügig erlaubt er die Digitalisierung der von ihm verfassten Familienbücher und den Vertrieb auf CD.
Wir verlieren ein überaus aktives und rastlos forschendes Mitglied und danken für seine wertvollen Forschungsarbeiten und die Unterstützung unseres Arbeitskreises. Ein ehrendes Andenken aller Mitglieder ist ihm gewiss.
Dr. Günter Junkers