Budapest und Umgebung

Regionalleiter:             Georg Hambach, Schorndorf

Die ungarische Hauptstadt Budapest und seine Umgebung gehört mit dem Ofener Bergland zum Komitat Pest. Das Ofener Bergland liegt im Donauknie, westlich und nordwestlich von Budapest. Hier setzte die Besiedlung bald nach der Vertreibung der Türken, um 1690, mit Kolonisten aus Schwaben, Franken und Bayern ein. Im Laufe des 18. Jahrhunderts kamen dort und in der Umgebung von Budapest zahlreiche weitere deutsche Gemeinden hinzu, so dass dieses bis zum zweiten Weltkrieg von einem Ring donaudeutscher Ortschaften umgeben war. Immerhin gaben in Ofen (ung. Buda), der westlichen Hälfte der ungarischen Hauptstadt, im Jahre 1880 52 % der Bevölkerung Deutsch als Muttersprache an; in der ganzen Stadt Budapest waren es 34 %. Infolge fortgesetzter Madjarisierung gingen diese Anteile bis zum Jahr 1930 auf 5,5 bzw. 3,8 % zurück.

Der Bakonyer Wald, auch Buchenwald genannt, verläuft nördlich des Plattensees, parallel zu diesem, innerhalb der Komitate Veszprém und Zala. Die Besiedlung der 36 deutschen Gemeinden begann 1702 und setzte sich ab 1722 über mehrere Jahrzehnte bis 1780 fort. Die Kolonisten stammen aus Franken, dem Spessart und u. a. auch Bayern und Österreich. Herkunftshinweise finden sich gelegentlich in den Heiratsregistern.

Das Schildgebirge (ung. Vértes) zieht sich südlich der Donau, westlich von Budapest hin. Es liegt in den Komitaten Veszprém, Fejér und Komárom-Esztergom. Die ersten deutschen Dörfer wurden zwar bereits 1691 angelegt, doch erfolgte die Mehrzahl der Ortsgründungen einige Jahrzehnte später, größtenteils in der ersten, teilweise in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Kolonisten kamen einerseits aus dem bereits vorher besiedelten Ofener Bergland und andererseits aus Franken, Österreich und aus dem Sudetenland.


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